Interview: Frau Kleemann

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Kleemann 1Hier folgt ein weiteres Lehrerinterview mit der Deutsch- und Englischlehrerin Frau Kleemann!
Viel Spaß!

 

SZ: Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?

Fr. Kleemann: Unterschwellig bestimmt. Ich habe schon immer meinen Schülern Nachhilfeunterricht gegeben und ja, es ist wahrscheinlich so. Zwischendurch wollte ich dann auch mal was mit Archäologie machen.

SZ: Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Fr. Kleemann: Englisch, Biologie und seltsamerweise auch Physik.

 

SZ: Was hatten Sie in dem Fach, was Sie heute unterrichten, für eine Note auf dem Zeugnis? Zum Beispiel in Deutsch?

Fr. Kleemann: Eine 1.

 

Zwischenfrage: Und in Englisch?

Fr. Kleemann: Auch.

 

SZ: Nennen Sie eine Stärke und Schwäche von Ihnen.

Fr. Kleemann: Eine Stärke von mir ist vielleicht, ausdauernd an Problemen dran zu bleiben, bis ich sie gelöst habe. Schwäche? Hm… muss ich überlegen. Vielleicht, dass ich bei Karamellbonbons schwach werde (lacht) oder dass ich mich durch intelligente Schülerfragen, schnell mal ablenken lasse.

 

SZ: Wie sieht Ihrer Meinung nach der perfekte Lehrer aus?

Fr. Kleemann: Ich weiß gar nicht, ob ich einen perfekten Lehrer haben möchte. Ich wollte immer Lehrer haben, die mich verstehen und nicht veräppeln und das ist dann so weit auch OK, solange die Lehrer ehrlich sind und keine Schüler bevorzugen. Ich glaube, dann braucht man auch keinen perfekten Lehrer, denn er kann ja auch mal müde und schlecht gelaunt sein- solange er es nicht an den Schülern auslässt.

 

SZ: Denken Sie, dass Sie eine perfekte oder gute Lehrerin sind?

Fr. Kleemann: Perfekt bin ich nicht. Das wäre furchtbar! Ja… ich hoffe ich bin eine gute Lehrerin. Ich denke mal, ich mache das so, dass meine Schüler zufrieden sind und dass auch ich zufrieden nach Hause gehen kann: „ Wir sind heute einen Schritt weiter gekommen“. Es ist das wichtigste, dass ihr ein Stück klüger nach Hause gehen könnt.

 

SZ: Wie stellen Sie sich eine perfekte Klasse vor?

Fr. Kleemann: Ehrlich sollten sie sei, untereinander, auch zu dem Lehrer. Ich glaube, es ist das wichtigste, dass man ehrlich miteinander umgeht und auch Verständnis aufbringt und ich denke, alles andere findet sich dann. Dazu gehört dann auch, dass man sich gegenseitig nicht beleidigt oder sich nicht anbrüllt. Ich finde, die Schüler sollten mir auch sagen, wenn sie etwas nicht verstanden haben und sie sollten mich auch verbessern, wenn ich etwas falsch gemacht habe- aber freundlich, bitte.

 

SZ: Wie sieht für Sie eine gute Unterrichtsstunde aus?

Fr. Kleemann: Na, wenn ich dann aus der Stunde rausgehen kann und sagen kann: „ Das hätte ich mir für heute so vorgenommen und das haben wir auch alles geschafft und sind sogar ein wenig darüber hinaus gegangen.“

 

SZ: Wenn Sie etwas am Brandenburgischen Schulsystem ändern könnten, was wäre das?

Fr. Kleemann: Auf jeden Fall brauchen wir mehr Lehrer, dass wir auch kleinere Klassen haben. Und dass etwas mehr Geld oder Zuschüsse für Klassenfahrten bereitgestellt werden. Ich denke dabei an eine 9. Klasse, wenn die ins Ausland fährt, kann sie es im Zusammenhang mit einem geschichtlichen Thema machen oder als eine Art Sprach- oder Kulturreise verstehen. Dafür müsste es aber selbstverständlich mehr Zuschüsse geben.

 

SZ: Vielen Dank.

Ella Wietheger & Ronja Kusch

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