Jahr für Jahr für den guten Zweck

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Terror regiert die Welt. Terror regiert Länder. Terror regiert Leben. Während wir in einem wohlbehüteten Land leben und uns über Verspätungen, Preiserhöhungen und das Wetter beschweren, haben diese vom Terror verfolgten Menschen nur den Wunsch das wohl wertvollste Gut zu beschützen: ihr Leben. Sie müssen fliehen. Fliehen vor Kriegen, politischen Regimen und Katastrophen verschiedenster Art. Wir sind diejenigen, die die Möglichkeit haben,  diesen Menschen zu helfen,  um sie aus ihrem Loch der Verzweiflung zu ziehen und ihnen den Start in ein neues Leben zu ermöglichen: ein Leben, das es wert ist gelebt  zu werden. Menschen sollen sich – wohlbehütet wie wir-  nicht vor jedem neuen Tag fürchten müssen, sollen Familien gründen und Kinder fröhlich aufwachsen sehen können.

Es liegt an uns, dies zu ermöglichen. Es liegt an uns, die Welt mit unserem Handeln ein Stück besser zu machen. Wir gehören nicht zu denen, die reden, sondern zu denen, die handeln. Hilfe zur Selbsthilfe, das war der Grundgedanke dieser Idee, die schnell an Form annahm. Aktiv wurden Projekte verschiedenster Organisationen gesucht, die dieses Kriterium erfüllen. Organisationen, die sich ehrenamtlich aktiv vor Ort einsetzen,  um mit den geringsten Mitteln das Größtmögliche zu erreichen, wobei zahlreiche kleine Projekte schnell in das Zentrum der Suche rückten. Eine Schule in Nigeria, eine in Kobanê. Zwei Städte, die vor allem wirtschaftlich mit großen Problemen zu kämpfen haben. Wir möchten diesen Menschen Bildung schenken, eine Schule, die ihnen neue Möglichkeiten eröffnet, um  ein selbstverantwortetes Leben zu führen. Doch nicht nur die Leben der Einzelnen wollen wir verbessern, sondern das Leben aller in diesen Gebieten. Oftmals fehlen dafür aber aufgrund fehlender medizinischer Versorgung die Möglichkeiten. Ein von Krankheiten geprägtes Gebiet kann unmöglich Teil eines wirtschaftlichen Aufschwungs werden. Der Verband Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. besteht aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die unabhängig für den gemeinnützigen Zweck tätig sind. Oftmals selbst aus Kurdistan stammend, setzen sie sich dort ein, um eine medizinische Versorgung zu gewährleisten, aber auch um diesen Menschen beim Wiederaufbau zu helfen. Das ausgewählte Projekt hilft Menschen in Nord-Syrien und umfasst medizinische Behandlungen, Medikamente und die jetzt im Winter vor allem benötigte Winterkleidung. Eines der Schulprojekte, das Enyiduru Projekt Nigeria e.V., entsprang einer Idee des nigerianischen Priesters Dr. Boniface Amu, der die Vision verfolgte, ein Bildungszentrum in seiner Heimat aufzubauen, um sozialschwachen Familien neue Perspektiven zu eröffnen. Eine Schule für Kobanê ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Initiatoren. Zu diesen gehören auch Kathleen Kunath und Matthias Hofmann, welche neben diesem Projekt auch für die Willkommensinitiative Falkensee tätig sind. Das Projekt setzt sich das Ziel vor Ort einen Wiederaufbau zu ermöglichen, denn die Stadt selbst ist zu fast 80% zerstört und besitzt keine eigenen Mittel für den Wiederaufbau der gesamten Stadt. Um die Bildung, den Grundstein eines abgesicherten Lebens, nicht zu vernachlässigen, werden dort neue Lehrmittel sowie die Sanierung der Schule finanziert. Die Willkommensinitiative Falkensee setzt sich vor allem in unserer unmittelbaren Umgebung ein, um die flüchtenden Menschen auf ein Leben in Deutschland vorzubereiten und ihnen zu geben, was für sie lange als verloren galt: Ein sicheres Zuhause.  In Anlehnung an sie entstand die Organisation „Jugend für Asyl“, welche sich aus Jugendlichen zusammensetzt, die sich ebenfalls für diese einsetzt.

Um neben den grundlegenden Möglichkeiten auch die finanziellen zu besitzen, hat unsere Schule, das Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee, den Erlös des alljährlich wieder stattfindenden LMG-Lauf dazu verwendet, um durch Spenden Geld zu sammeln und dies an die Projekte zu verteilen. Jeder ist dort willkommen, Jahr für Jahr. Die Menschen treffen sich und betreiben gemeinsam eine Stunde lang Sport durch das Laufen von Runden. Zuvor legt jeder einen Betrag fest, den er pro Runde spenden mag. Dieser ist frei wählbar, ob 50 Cent, 1 Euro oder 5 Euro, steht nicht im Vordergrund. Der Gedanke zählt. Und so sind in diesem Jahr fast 5000 Euro zusammengekommen, die an diese fünf Projekte gerecht verteilt wurden, um jeweils das Größtmögliche zu erreichen. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an alle, die Teil dieses Projektes waren und auch immer noch sind, denn all diese Spenden dienen nicht dem kurzfristigen Zweck, sondern vor allem der nachhaltigen Verbesserung in den betroffenen Gebieten!

Amica Rudolph
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