Inhalt der Zeitkapsel

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Bei unserem Schulfest zu 25 Jahre LMG am vergangenen Montag (18.7.2016) vergrub die Klasse 9a eine Zeitkapsel. Diese soll in 25 Jahren wieder geöffnet werden. Damit aber alle wissen, was sich in dieser Kapsel ungefähr befindet, haben wir hier den Inhalt aufgelistet.

In der Zeitkapsel befindet sich…

… ein LMG-T-Shirt.

… eine DVD mit Bildern.

… eine Liste mit Liedern, die momentan in den Charts sind.

… ein Klassenfoto der 9a.

… ein Film, den der WPK Film in diesem Schuljahr gedreht hat.

… eine Tageszeitung.

… eine Liste mit den meist genutzten Apps.

… Bilder mit den verschiedensten Mode-Trends von 2015/16.

… die Festschrift anlässlich des Jubiläums.

… ein Text über Probleme und Sorgen von 2016.

… ein Text über gute Dinge, die in den letzten Jahren geschehen sind.

 

Unsere Probleme und Sorgen 2016

Wir schreiben das Jahr 2016. Sicherlich ist nicht alles schlecht heutzutage, allerdings ist unsere Welt zurzeit geplagt von einigen Problemen. Auf der einen Seite haben wir unzählige Terroranschläge auf der Welt und auf der anderen erleben wir mit, wie der Rechtsextremismus wieder an Macht gewinnt. Dazu kommen eine große Flüchtlingskrise in Europa und der Austritt Großbritanniens aus der europäischen Union (Brexit).

Ende 2015 schockte Paris mit einer schrecklichen Nachricht. Bei mehreren Anschlägen in der ganzen Stadt sind mehr als 150 unschuldige Menschen umgekommen. Organisiert ist dieser Anschlag von der Terrororganisation Islamischer Staat. Auch schon Anfang 2015 gab es einen Terrorakt in Paris. Kurz darauf ist Belgien die Zielscheibe. Mitte März 2016 kommt es zu Anschlägen in Brüssel mit über 30 Toten und mehr als 200 Verletzten. Und das sind nur die Anschläge in Europa. Auf der ganzen Welt finden täglich Terrorakte statt. Erst im Juni dieses Jahres gab es einen Amoklauf in den USA, bei dem ein junger Mann in einem Club, der vor allem Homosexuellen besucht wurde, fast 50 Menschen erschoss. Eine der vielen Folgen dieser unzähligen Terrorakte ist die Flüchtlingskrise die wir in Europa haben. Ob aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak, alle flüchten sie, weil sie aufgrund von Anschlägen und Kriegen keine Lebenschance mehr in ihrem Heimatland sehen. Was ist das für eine Welt, in der eine risikoreiche Flucht mehr Aussichten hat, als in seinem Land leben zu bleiben? So viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben ihr Leben auf gefährlichen Fluchten verloren oder mussten ihre Familien in einem Land zurücklassen, welches von Gefahren nur trotzt.
Als wenn das nicht schon genug wäre, treibt uns der Rechtsextremismus in den Wahnsinn. In den USA ist ein absolut intoleranter, rechtsextremer Mann ein Spitzenkandidat bei der Präsidentenwahl. Wir reden von Donald Trump. In Österreich steht eine zweite Wahl zwischen einem rechtsextremen Kandidaten für die Präsidentschaft und einem Politiker der Grünen an und Polen hat eine sehr rechte Regierung. Auch Deutschland ist von diesem Fluch nicht befreit. Hier bekommen Organisationen wie PEGIDA mehr und mehr Macht. Es wird gegen Menschen gehetzt, ob es Homosexuelle, Flüchtlinge oder die Journalisten sind. Auch die Partei „Alternative für Deutschland“ sahnt bei den Landtagswahlen in diesem Jahr Unmengen an Stimmen ab. In Sachsen-Anhalt bekam sie 24,3% der Stimmen.
Am Donnerstag, den 23. Juni 2016, bestimmte ein Volksentscheid in Großbritannien den Austritt aus der EU mit knapper Mehrheit von 51,9%. Noch steht nicht fest, ob das Königreich wirklich austreten wird, da die letztliche Entscheidung dem Parlament überlassen ist. Doch wenn es zum Austritt kommt, wird das sicherlich zu schlimmen Folgen führen. Großbritanniens Wirtschaft  würde einen harten Schlag erleben und Schottland und Nordirland würden sich gegebenenfalls unabhängig machen, da sie zur EU gehören wollen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass andere Länder auch austreten würden und sich so irgendwann die EU auflöst. Das wäre eine Katastrophe.
Wir hoffen sehr, dass diese Probleme im Jahr 2041 gelöst sind.

Ella Wietheger (15 Jahre, 9. Jahrgangsstufe)

 

Gute Gründe, ein Optimist zu bleiben

Viele Leute unserer Zeit haben ein sehr negatives Bild der Menschheit wie sie heute ist. Und während es wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass es im Jahre 2016 noch viele ungelöste Probleme sowohl in unserer Gesellschaft als auch international gibt, halten wir es dennoch für ebenso wichtig, sich vor Augen zu halten, welche Fortschritte wir bereits gemacht haben.

Beispielsweise ist die Zahl der hungerleidenden Menschen im Jahr 2015 weltweit deutlich gesunken, und die Kindersterblichkeit hat abgenommen. Zudem ist die globale Lebenserwartung auf 71,4 Jahre gestiegen.

Vielerorts gibt es Bemühungen, alte und neue Konflikte friedlich und auf diplomatischem Wege zu lösen. So nähern sich die USA und Kuba nach über 50 Jahren der Feindschaft erstmals wieder an, wie der historische Kuba-Besuch des US Präsidenten Barack Obama im März 2016 gezeigt hat.

Seit dem Sommer 2015 ist nun auch die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern in den USA sowie in 21 weiteren Ländern rechtlich gesichert. In zahlreichen weiteren Ländern, wie auch in Deutschland, ist dies derzeit noch nicht ermöglicht, auch wenn die Eingetragene Lebenspartnerschaft ein erster Schritt in die richtige Richtung ist.

Im Licht der globalen Klimaproblematik und der Ressourcenknappheit unserer Zeit gewinnt nachhaltiges Denken und Handeln immer mehr an Bedeutung. Viele Länder bemühen sich, vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. 2015 wurden bereits 23,7 % des weltweiten Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Zudem werden jährlich 100 Millionen Dollar für den Klimaschutz in Entwicklungsländern investiert.

Die letzten Jahre haben eine große Zahl an technologischen Innovationen mit sich gebracht. So ist es heutzutage möglich, noch vor wenigen Jahren unvorstellbare Datenmengen digital zu verarbeiten und vielen Menschen zugänglich zu machen. Gänzlich neue Technologien wie etwa der 3D Druck sind entstanden und entwickeln sich ständig weiter.

Diese gewaltigen Fortschritte ermöglichen es Forschern schon heute, interaktive Prothesen herzustellen. Es ist sogar gelungen, von Geburt an blinden Menschen mithilfe von Kameraimplantaten ein gewisses Sehvermögen zu geben.

Nach 35 Jahren im Weltall verließ die Sonde Voyager 1  2012 unser Sonnensystem. Damit ist sie das erste menschengemachte Objekt, das den interstellaren Raum erreicht hat. Schon jetzt können Wissenschaftler erste Informationen der Sonde auswerten.

Hier in Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen so niedrig  wie seit 25 Jahren nicht mehr. 2015 hatten 43,3 Millionen Menschen eine Arbeit, das sind 5 Millionen mehr als noch vor zehn Jahren.

Wir hoffen sehr, dass diese positiven sozialen, politischen und wissenschaftlichen Entwicklungen sich bis in eure Zeit fortsetzen und weiterentwickeln und dass eure Welt von morgen ein Stückchen besser ist als unsere Welt von heute.

Sophia Poller, 15 Jahre (neunte Jahrgangsstufe)

 

Ella Wietheger

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