Journalist für ein Wochenende (Ella)

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Einen ganzes Wochenende Journalist sein – Im Zusammenhang des Jugend Presse Kongresses in München, welcher im November 2016 von der young leaders GmbH veranstaltet wurde, hatten wir (Ella Wietheger und Ronja Kusch) die Möglichkeit den Journalistenberuf auszuprobieren. Der Kongress wurde von der Bundeswehr unterstützt und fand deshalb in der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München statt. Was wir erlebt und gelernt haben, erfahrt ihr hier:

Ellas Wochenende:

Nach einer langen, aber zum Glück problemlosen Anfahrt kam ich am Freitagabend an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München an. Die Akademie ist ein abgezäuntes, großflächiges Gebiet und wirkte wie eine kleine Stadt. Es gibt mehrere große Gebäude, in denen man sich gut verlaufen kann. Schon am Eingang wird der Besucher von einem Militärhubschrauber begrüßt, welcher mir direkt zeigte, dass ich bei der Bundeswehr angekommen bin.
Am Samstagmorgen wurden wir in einem großen Plenum unter anderem von dem Geschäftsführer der young leaders GmbH Reinhard Werner herzlich begrüßt. Es wurde uns der nähere Ablauf der zwei Tage erklärt und um 9 Uhr begannen dann auch schon die Workshops. Ich durfte an dem Workshop zum Thema Zeitung mit der Journalisten Cornelia Stenzel-Zenner teilnehmen. Sie erklärte uns ihren Werdegang und wir durften Fragen stellen. Besonders spannend war es zu erfahren, was eigentlich die grundlegenden Unterschiede zwischen Nachricht, Bericht, Reportage, Portrait und einem Interview sind. Cornelia Stenzel-Zenner gab uns auch Tipps, wie unsere Artikel verständlicher werden und betonte, dass Füllwörter meistens weggelassen werden sollten. Unsere Aufgabe bei diesem Workshop bestand darin, eine PR-Zeitung für die Sanitätsakademie der Bundeswehr zu erstellen. In Kleingruppen haben wir verschiedene Artikel verfasst. Ich habe mit einem anderen Teilnehmer zusammen ein Portrait über einen Mitarbeiter erstellt. Wir hatten kaum Zeit, das Portrait vorzubereiten, da es schon am Abend fertig sein sollte. Also fingen wir schon beim Mittagessen an zu arbeiten. Wir überlegten uns Fragen, die wir der Person, über welche wir schreiben sollten, stellen konnten. Nach dem Mittagessen sammelten sich alle noch einmal in dem großen Plenum. Dort wurden Vorträge über die Sanitätsakademie und ihre Aufgaben gehalten. Mir fiel auf, dass die Bundeswehr nur die positiven Aspekte vorstellte und weniger die negativen. Wir konnten auch live beobachten, wie die Soldaten im Krieg die Verwundeten versorgen. Dies wird Taktische-Verwundeten-Versorgung genannt, kurz auch TVV. Natürlich wurde das nur an einem Dummy gezeigt. Auch die Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr München, Generalstabsarzt Dr. Gesine Krüger, begrüßte uns und hielt einen kurzen Vortrag. Danach bestand die Möglichkeit, mit verschiedenen Soldaten zu sprechen. Nach einer Weile erfuhren wir dann auch über wen wir das Portrait schreiben sollten. Wir interviewten Leutnant Christin Zoladkiewicz zu ihrem Werdegang bei der Bundeswehr. Als wir damit fertig waren, hatten wir nur noch eine gute Stunde Zeit, den Artikel zu schreiben. Wir fanden zuerst aber keinen freien Computer und bis man sich dann über Formulierungen geeinigt und den Text gegliedert hatte, war die Zeit auch schon um. Zum Glück konnten wir noch ein bisschen länger arbeiten als vorgesehen und wurden schließlich mit unserem Portrait fertig – auch wenn ich mit der Leistung nicht ganz zufrieden war. Ich denke, so ist es im Journalistenalltag Gang und Gebe. Die Artikel müssen schnell fertig werden und die Zeit reicht oft nicht, die Texte so lange zu überarbeiten, bis wirklich alles perfekt ist. Am Abend hatten wir genug Zeit, in einem Restaurant gemeinsam zu entspannen.
Am Sonntag wurden die Ergebnisse der Workshops präsentiert und ich war stolz, als wir eine gedruckte Ausgabe unserer PR-Zeitung bekamen. Danach bestand die Möglichkeit im großen Plenum den Journalisten, welche die Workshopgruppen geleitet haben, Fragen zu stellen und sie haben etwas über die Ausbildung zum Journalisten erzählt. Zum Schluss wurden noch die anderen Produkte, welche in den weiteren Workshopgruppen erstellt wurden, präsentiert. Darunter waren Filme und ein Webmagazin.
Das Wochenende hat mir gezeigt, wie stressig, aber auch spaßig, der Alltag eines Journalisten sein kann.

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