Die Geschichte der Spendenläufe am LMG

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Die Geschichte der Spendenläufe am LMG

Alles begann im Sommer 1997, als zwei Sportlehrerinnen mit einer Konzeptmappe auf einer
Hollywoodschaukel saßen und überlegten, ob unsere Schule an einem vorgeschlagenen Spendenlauf teilnehmen sollte. Die Deutsche Welthungerhilfe initiierte in diesem Jahr die sogenannten „Lebensläufe“, eine deutschlandweite Spendenaktion für Entwicklungsländer mit dem Ziel, über die gesammelten Gelder Anschubfinanzierungen für Projekte (z.B. Brunnenbau) in ausgewählten Ländern zu starten.

Ja, dachten sich Frau Hummel und Frau Völkert, da wollen wir mitmachen. Die Organisation lief sofort zu Schuljahresbeginn an und am 21. September 1997 riefen wir unseren ersten Lauf für die Deutsche Welthungerhilfe ins Leben. Mit 250 Startern legten wir kurzzeitig das Falkenseer Stadtzentrum lahm, denn die Laufstrecke führte über die viel befahrene Falkenhagener Straße. Aber es lohnte sich: eine Spendensumme von 1700 DM konnten wir der Welthungerhilfe überweisen. Höhepunkt der Vorbereitung war eine Einladung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ins Schloss Bellevue, einen Tag vor unserem Lauf. Er, als Schirmherr der Spendenaktion, wollte gern einige teilnehmende Schulen auszeichnen und durch die Berlinnähe fiel das Los auf uns. Eine kleine Schülergruppe durfte uns Lehrerinnen begleiten – wirklich aufregend für alle Teilnehmer, ein echtes Staatsoberhaupt so nah zu erleben.

Mit dem Erfolg war uns schnell klar, dass wir weitermachen würden.

 

Jahr für Jahr organisierten wir unseren „Lebenslauf“ immer samstags mit Programm, einer großen Tombola, großen und kleinen Geldspendern aus der Stadt und Region, großem Engagement der Schülerfirma und vielen fleißigen Helfern aus unserem Kollegium. Der aktivste Mitstreiter war unser Kollege Steffen Reinhardt, der viele Jahre ein festes Organisationsteam um sich scharte. Ab der Jahrtausendwende organisierten wir den Lauf auf dem Sportplatz in der Ringpromenade. Ein Grund dafür war unter anderem, mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu gewinnen, denn leider gingen die Spendenerlöse mehr und mehr zurück. Das Ausweichen auf einen anderen Tag, nämlich Freitagabend, und den neuen Sportplatz in der Rosenstraße bescherte uns zwar mehr Läufer und mehr Publicity, doch der Aufwand stand in keinem tragbaren Verhältnis zur Spendensumme.

 

So kam es, dass wir Sportlehrer über ein anderes Konzept nachdachten. Das Ergebnis hieß „Lauf Mit Gewinn“ und wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20jährigen Schuljubiläum erstmalig veranstaltet. Neu ist, dass sich jeder Schüler einen oder mehrere persönliche Sponsoren sucht und pro gelaufener Runde einen fest vereinbarten Spendenbetrag bekommt, wobei maximal eine Stunde lang die Runden erlaufen werden dürfen. Der Erfolg stellte sich prompt ein: unglaubliche 5000€ wurden überwiesen. Außerdem ist uns nun durch das Erfassen der Laufrunden möglich, die fleißigen Läufer pro Jahrgangsstufe zu ehren. Von Vorteil scheint auch zu sein, dass wir wieder an den Ursprungsort, nämlich unser Schulgelände, zurückgekehrt sind und den LMG-Lauf an einem Wochentag veranstalten. So konnten wir dank der vielen Spenden schon viele Projekte am Lise-Meitner-Gymnasium unterstützen, zum Beispiel den Schulwald. Auch in Zukunft sollen die Außenanlagen im Sportbereich davon profitieren.  Der LMG-Lauf im Herbst 2015 stellte ebenso ein Novum dar; wir reagierten auf die aktuellen Flüchtlingsprojekte.

Der LMG-Lauf ist ein wirkliches Erfolgsprojekt des Lise-Meitner-Gymnasiums! Beweis allein ist, dass dieses Jahr der Lauf zum zwanzigsten Mal sattfindet und damit sein Jubiläum feiert!

 

Silvia Völkert für den Fachbereich Sport

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