Mathematik

Unser Fachbereich umfasst derzeit folgende Lehrkräfte, welche das Fach Mathematik von der 5. Klasse bis zur 12. Jahrgangsstufe unterrichten:

Sebastian Behrend, Mark Diefenbach, Beate Elsner, Uwe Elsner, Peter Hansen, Martin Kruk, Sylve Peters, Daniel Reichert (Fachbereichsleiter), Ilona Sattler, Victoria Steeck (Referendarin), Katrin Tanz, Beate Titscher

Wie können wir ein Fach am besten beschreiben von dem doch so ziemlich jeder eine genaue Vorstellung hat – wenngleich diese vollkommen unterschiedlich sein mögen, ein wenig Wahres ist wohl immer dabei.

Die im Folgenden aufgeführten (fiktiven) Aussagen zum Fach Mathematik sind daher gar nicht so weit hergeholt. Sie geben aber gleichzeitig Gelegenheit dazu, sich über die Potentiale und auch Herausforderungen des Faches – und das gilt nicht nur für das Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) – ein differenziertes Bild zu machen:

Elternteil X: „Wenn du die Prozentrechnung beherrschst, dann hast du eigentlich genügend Wissen um im Leben zu bestehen. Und trotzdem musst du da durch…“

… Es ist sicherlich wahr, dass mit dem Abschluss der Prozentrechnung im Verlauf der 7. Klasse eine solide Basis für das Rechnen im späteren Alltag gelegt ist um sein Leben meistern zu können – Preise ermitteln, Rabatte bestimmen oder einfach nur Maße addieren bzw. subtrahieren. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass so ziemlich jeder Beruf heutzutage mehr als nur das bloße Rechnen mit Zahlen abverlangt. Und deshalb ist auch das Fach Mathematik mehr als nur Rechnen. Es ist ein Fach, das sich auch als Zulieferer für andere Fächer versteht und die Basis legt für das Verstehen von z.B. physikalischen Phänomenen oder die Auswertung geographischer Diagramme. Denn viele Strukturen, Algorithmen und Modelle fußen auf mathematischen Herangehensweisen …

Lehrer Y: „Mathematik ist wie eine eigene Sprache.“

… Diese Aussage unterstreicht die vorangegangene Argumentation und zeigt gleichermaßen die Herausforderungen des Faches Mathematik. Denn wie kaum ein anderes Fach fördert und fordert Mathematik strukturelles Denken. Es werden geometrische, algebraische und funktionelle Modelle erarbeitet, erweitert, verändert und in letzter Konsequenz zu einem komplexen Gesamtbild zusammengesetzt. Hier ist es tatsächlich wie bei einer (Fremd-)Sprache mit ihren Vokabeln (hier eben die mathematische Fachsprache) und der Grammatik (hier dann die formal korrekte Schreibweise). Dies ist deshalb für die Schülerinnen und Schüler herausfordernd, weil alle Inhalte zusammenhängen und aufeinander aufbauen – eben ähnlich wie bei einer Fremdsprache, die man am besten von Beginn an lückenlos erlernt. Dabei unterstützen die Lehrkräfte des LMG ihre Schülerinnen und Schüler bis zum erfolgreichen Ablegen der Abiturprüfung.

Schüler Z: „Warum müssen wir das überhaupt machen, wenn wir das später nie brauchen…?!“

… und dennoch gibt es wohl kaum eine Mathematiklehrkraft, die sich nicht schon einmal einen solchen oder ähnliche Sätze anhören musste. Wenngleich diese Argumentation vielleicht in Teilen ihre Berechtigung haben mag, so bleibt doch festzuhalten, dass das Fach Mathematik schon allein aufgrund der Tatsache eine der ältesten Wissenschaften der Welt zu sein, einen solch zentralen Stellenwert im Schulalltag einnimmt. Es hat also auch einen kultur-historischen Auftrag, dem wir uns am LMG ebenso wie der individuellen Entwicklung einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers verpflichtet sehen.

Denn eine Auseinandersetzung mit der Mathematik im Entwicklungsprozess der Schüler ist notwendig um verborgene Begabungen zu entdecken und neues Interesse zu wecken. Nur mit den allgemeinbildenden Themen der gymnasialen Oberstufe werden die notwendigen mathematischen Grundlagen für Studiengänge geschaffen, die den Schülern später vielfältige und faszinierende Berufsfelder eröffnen. Diese beschränken sich nicht nur, wie oft angenommen, auf die naturwissenschaftlichen Bereiche – auch die Geistes- und Sozialwissenschaften benötigen häufig dieses Basiswissen. Beispielsweise wird für das erfolgreiche Absolvieren eines Psychologiestudiums ein umfangreiches Verständnis stochastischer Prozesse benötigt. Wohl auch aus diesen Gründen wird die Mathematik oftmals treffend als der Motor der Wirtschaft in Deutschland bezeichnet.

Dass insbesondere die Förderung von mathematisch begabten Lernenden eines unser Aushängeschilder ist, zeigen jährlich die Ergebnisse der Teilnehmer an der Mathematik-Olympiade, welche regelmäßig auch die Landesrunden erreichen. Darüber hinaus nimmt jedes Jahr eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern – und dies sind nicht nur die mathematisch Interessierten – am Känguru-Wettbewerb teil. Damit wollen wir auch dem Anspruch gerecht werden, einen jeden zu fordern und zu fördern.

Ansprechpartner: Daniel Reichert (daniel.reichert@lise-meitner-gymnasium.de)