Latein

Alle Wege führen nach Rom?

Bilder zur Verfügung gestellt von Herrn U. Elsner

LATEIN → Auf den Spuren der Römer:

MENS AGITAT MOLEM  – Der Geist bewegt die Materie.
(Vergil, Aeneis, 6, 727)

  • Was bringt mir das Erlernen der lateinischen Sprache?
  • Was ist das „Latinum“?
  • Ab welcher Jahrgangsstufe kann man am Lise-Meitner-Gymnasium Latein lernen? /  Wie erwirbt  man das „Latinum“?

Fragen über Fragen – und ich soll mich entscheiden? Aber hier findet ihr Antworten und Ansprechpartner. Schaut selbst!

Unsere Lateinlehrer:

Frau Springer, StR Herr Michelsen, StR Frau Blatz, StR Frau Kalbitz, StR Frau Klausnitzer, StR Frau Bungies, Ref.
La/ Geo  La/ Phil  La/ Frz  La/ Info La/ Ru La/ Bio

 


  • Latein erleichtert das Erlernen anderer Fremdsprachen, da Latein eine sehr logische, systematisch aufgebaute Sprache ist, die als Beispiel für die Struktur von Sprachen überhaupt dient.
  • Latein erleichtert insbesondere das Erlernen der romanischen Sprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch), da Latein die Ursprungssprache, die „Mutter“, aller dieser Sprachen ist.
  • Latein fördert die Beherrschung der deutschen Sprache. Die Elementargrammatik und das Ausdrucksvermögen werden geschult und verbessert, da der Unterricht zweisprachig ist und so durch genaues Übersetzen der ständige Vergleich mit der deutschen Muttersprache im Mittelpunkt steht.
  • Lateinkenntnisse erleichtern den Zugang zu wissenschaftlichen Fächern und Fremdwörtern, die heute noch selbstverständlich in den modernen Wissenschaften aus den alten Sprachen Latein und Griechisch entlehnt sind.
  • Das Erlernen der lateinischen Sprache fördert auch die im Berufsleben immer wichtigeren Kompetenzen wie logisches Denken, Lesefähigkeit, genaue Beobachtung, Sorgfalt, Präzision.
  • Über die lateinische Sprache erhalten die Schüler Einblick in die römische und griechische Geschichte und Zivilisation, die unseren europäischen Lebensraum zahlreiche Jahrhunderte beeinflusst hat und deren Nachwirken wir auch heute noch in verschiedenen Bereichen finden können (z. B. im Rechtswesen).

In Aussprache und Rechtschreibung gleicht Latein dem Deutschen (Latein ist also auch besonders für Schüler mit Ausspracheschwierigkeiten geeignet).
Der Lateinunterricht findet im Gegensatz zu den modernen Fremdsprachen auf Deutsch statt, die lateinische Sprache wird also weniger gesprochen als vielmehr „untersucht“.
Schülern, die analytisch und logisch denken können, fällt das Lateinlernen leicht. Eine kleine Portion Fleiß kann schon zu kleinen Erfolgen führen!

Was ist das „Latinum“?
Der Lateinunterricht kann zum Abschluss des Latinums (Latinum = Sprachkundigenprüfung) führen. Das Latinum ist als Zulassungsvoraussetzung für viele Studiengänge erforderlich, wobei in neuerer Zeit immer mehr Fächer dazu tendieren, das Latinum als Zulassungsvoraussetzung (wieder-) einzuführen.

Das Erreichen des Latinums hängt davon ab, in welcher Jahrgangsstufe man mit dem Lateinunterricht begonnen hat:

  • Beginn des Lateinunterrichts in Klasse 7 (mit 4 Wochenstunden in Kl. 7 und 8, mit 3 Wochenstunden in Kl. 9 und 10):

Der Schüler erhält das Latinum am Ende der Jahrgangsstufe 10 ohne Prüfung. Er muss am Ende dieser Jahrgangsstufe mindestens die Note „4“ (ausreichend) erzielt haben.

  • Beginn des Lateinunterrichts in Klasse 9 (mit 3 Wochenstunden, z. Zt. an unserer Schule nicht im Stundenplankontingent):

Latein wird in der gymnasialen Oberstufe als Grundkurs fortgeführt.

Die Originallektüre beginnt nach der Übergangslektüre in der Jahrgangsstufe 10 in Übereinstimmung mit dem Rahmenplan des Landes Brandenburg für das Fach Latein mit der Jahrgangsstufe 11. Wir lesen und interpretieren Auszüge aus den Werken Caesars, Ciceros, Senecas, Plinius‘ d. J., Martials und anderer Autoren.

Der Schüler erhält das Latinum am Ende der Jahrgangsstufe 12 ohne Prüfung. Er muss am Ende dieser Jahrgangsstufe mindestens 5 Punkte (ausreichend) erzielt haben. In dieser Jahrgangsstufe kann Latein auch als schriftliches oder mündliches Prüfungsfach im Abitur gewählt werden.


Mit guten Gründen kann behauptet werden, dass das kulturelle Selbstverständnis Europas zwei Traditionen zur Grundlage hat: die griechische Wissenschaft und die christliche Glaubenslehre.

Beide Traditionen „schneiden sich“ in der langen Geschichte des römischen Reiches, des „imperium Romanum“. So hat der militaristische Amtsadel Roms in einem schwierigen Prozess die kulturelle Überlegenheit Griechenlands nach dessen Niederwerfung zu akzeptieren gelernt. Die Aneignung der griechischen Modelle und Vorbilder in Religion, Kunst und Wissenschaft durch die Römer stellt die erste „europäische Integration“ dar. Die Latinisierung des griechischen Geistes ist der Gründungsvorgang des kulturellen Europa.

Der Lateinunterricht entwickelt ein Bewusstsein von der kulturellen Einheit Europas auf der Grundlage von Griechenland und Rom.  Somit nimmt der Abiturient ein Bewusstsein der historischen und kulturellen Zusammenhänge in der Geschichte Europas mit auf den Weg.

Wir wollen kritikfähige junge Europäer erziehen, die in einer globalisierten Welt nichteuropäischen Kulturen offen und tolerant begegnen können – dazu kann das Studium des Lateinischen beitragen.

Um seinen Geist zu bilden und zu nähren, braucht es Übung und Wissen – auch das Wissen von Menschen vor unserer Zeit. Viel von ihm ist in der lateinischen Sprache niedergelegt. Mit Latein lässt es sich heben.

Und wer Latein beherrscht, dem schließt sich Sprache schlechthin williger auf.

Also – bewegen wir unsere Materie: Lernen wir Latein!

Eine ausführlichere Darstellung könnt ihr hier als PDF laden.  Latein-2