Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee / Schulleiter 2. Mai 2010
Monatsbrief an Eltern und Schüler / Nr. 7 im Schuljahr 2009-10
Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, liebe Eltern,
mein letzter Brief liegt schon zwei Monate zurück. (Anfang April fiel in die Ferien und es gab nicht viel Neues zu sagen.) – Nun zum Stand er Dinge Anfang Mai -
- der Blick zurück
o Zur Personalsituation: nach eher schwierigen Wochen im Februar und März mit einigen langfristig erkrankten bzw. abwesenden Lehrkräften, die auch einige Umplanungen erforderlich machten, hat sich die Situation jetzt deutlich entspannt. Langfristig fehlen nach wie vor drei Lehrkräfte, aber sie sind mittlerweile alle ersetzt bzw. werden vertreten. Nach den Osterferien hat Frau Behnke (Englisch und Geschichte) bei uns angefangen und es ist auch gesichert, dass unsere beiden Studienreferendarinnen Frau Lorenz (Deutsch und Sport) und Frau Siekmann (Biologie und Geschichte) nach ihren im März abgelegten Prüfungen zunächst einmal bis zum Ende des Schuljahres bei uns bleiben werden. – Nach dem Ende der Unterrichtszeit für die 13. Jahrgangsstufe (am 27. April) können wir von jetzt an im Notfall auch auf deutlich mehr Ressourcen zurückgreifen.
o Zu den Anmeldungen für das kommende Schuljahr:
Das LMG hat im März 157 Anmeldungen (= „Erstwünsche“) erhalten für vier 7. Klassen mit insgesamt 110 freien Plätzen. Mit allen angemeldeten Schülerinnen und Schülern haben wir individuelle Aufnahmegespräche geführt. Schulintern ist überhaupt das Aufnahmeverfahren inzwischen weitgehend abgeschlossen. – Auch die anderen Gymnasien in der Umgebung (MCG, Neues Gymnasium Falkensee, Goethe-Gymnasium Nauen) haben mehr Anmeldungen als freie Plätze; am LMG ist der Überhang besonders groß. – Die Quote der Übergangswünsche aufs Gymnasium dürfte bei den hiesigen Grundschulen zwischen 60 und 70 % liegen. – Drei der vier Klassenlehrer in den neuen Siebten stehen fest; Frau Kramann, Herr Gransitzki, Frau Williams.
Für die Leistungs-und-Begabungsklasse (28 freie Plätze) haben wir 55 Anmeldungen.
o Schulkonferenz hat sich die Überarbeitung des LMG-Schulprogramms vorgenommen:
Auf ihrer letzten Sitzung am 22. April hat die LMG-Schulkonferenz unter Leitung von Herrn Schuster und Greta Heller (12. Jhgsst.) konkret festgelegt, wie sie die ins Auge gefasste grundlegende Überarbeitung des LMG-Schulprogramms (von 2007) anpacken wird. Man will bis zum Ende des kommenden Schuljahres alle wesentlichen Qualitätsbereiche der Schule durchmustern und in einem übersichtlichen Papier die Programmatik der Schule klären und definieren.
- und der Blick nach vorn
o Die Abiturprüfungen 2010 haben in der vergangenen Woche begonnen. Alle 130 Schüler/innen des Jahrgangs sind zu den Prüfungen zugelassen.
Die mündlichen Abiturprüfungen finden am 17./18. Mai statt. (Jeder Abiturient legt zunächst einmal eine mündliche Prüfung ab.) Ein regulärer Unterrichtsbetrieb nach Stundenplan für die anderen Schüler ist neben diesen vielen Einzelprüfungen mit Dutzenden von Prüfungskommissionen nicht organisierbar. Um den Unterrichtsausfall gering zu halten, finden parallel zu den Abiturprüfungen an diesen Tagen diverse Aktivitäten statt: es werden Klausuren geschrieben, die 12. Jahrgangsstufe erfährt eine umfangreiche Studienberatung von Studenten und Mitarbeitern der Universität Potsdam; die Sek-I-Klassen haben an einem der beiden Tage einen Wandertag; die 10. Klassen schreiben am 18. Mai ihre Prüfungsarbeiten in Deutsch. – Übrigens: die Elternsprecher der Schule (auch die Elternvertreter in der Schulkonferenz) können als Gäste an mündlichen Abiturprüfungen teilnehmen. (Wen das interessiert: bitte im Sekretariat anmelden!)
Die feierliche Ausgabe der Abiturzeugnisse bereitet uns Kopfzerbrechen. Sie wird am Samstag, 26. Juni, um 11 Uhr stattfinden; soviel steht fest. Aber wo ? Die Stadthalle steht aus brandschutzrechtlichen Gründen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung (ca 500 Personen) definitiv nicht mehr zur Verfügung. Die Feier werden wir auf unserem Schulgelände ausrichten: entweder in der großen Sporthalle oder im Schulgebäude oder – unter freiem Himmel !
o Zwischenergebnisse in allen Fächern und in allen Lerngruppen sind in der letzten Woche von allen Lehrkräften den Schülerinnen und Schülern mitgeteilt worden. In der nächsten Woche verschicken wir „Warnbriefe“ und informieren, wenn die Versetzung gefährdet erscheint. Danach greift dann wieder, koordiniert von der Schulleitung, unser „System bei Leistungs- und Motivationsproblemen“ mit Diagnostik- und Beratungsgesprächen, zu denen wir Schüler und Eltern einladen. (In der 11. Jahrgangsstufe sind solche Gespräche in den meisten Fällen bereits geführt worden.)
o Schulfest am Ende dieses Schuljahres, am vorletzten Schultag, am Di, 6. Juli 2010, das gehört zur LMG-Tradition. – Die Vorbereitungsgruppe (Leitung: Frau U. Reichelt) hat sich inzwischen konstituiert.
o Personalplanung für das kommende Schuljahr: Das LMG braucht etwa fünf bis sechs neue Lehrkräfte (bzw. die Weiterbeschäftigung von Lehrkräften, die zur Zeit befristet bei uns arbeiten.) Ein besonderer Schwerpunkt ist Englisch: wir benötigen dringend zwei gut ausgebildete Lehrkräfte, möglichst beide mit Geografie oder Geschichte als zweitem Fach.
Kurz kommentiert
Achtung Baustelle !
Über das Tagesgeschäft hinaus haben das Schulleitungs-Team und andere, die Verantwortung übernehmen, stets und ständig mit „Baustellen“ zu tun, die nach Aufmerksamkeit und Ressourcen verlangen. Ich unterscheide drei Baustellen-Typen.
Baustelle Typ 1: Neue Projekte zur weiteren Entwicklung der Schule. Zurzeit wird mit Hochdruck ein Antrag zur Medienentwicklung erarbeitet. Es geht um viel Geld, das dann zur Verfügung steht, wenn unser Konzept solide und tragfähig ausfällt.
Baustelle Typ 2: Die Begleitung von bereits installierten Vorhaben, die besonderer Pflege bedürfen. Hierzu rechne ich zur Zeit drei Vorhaben: das „Additum“ zur Verbesserung des individualisierten Lernens ab 7. Jahrgangsstufe; das Projekt „Leistungs- und Begabungsklasse“, das wir nach einigen Jahren genauer evaluieren und wieder schärfen müssen; das Projekt „Klasse mit erweitertem Englisch-Unterricht/bilingualer Unterricht“, für das wir zunächst einmal die personelle Basis nachdrücklich sichern müssen.
Baustelle Typ 3: Die Arbeit an Problemen, die systematisch im Schulalltag aufgetreten sind und nach Lösungen oder zumindest nach Verbesserungen verlangen. Hier sehe ich zwei Baustellen: Nach wie vor ist die Frage der Hausordnung in Hinblick auf die Sek-I-Schüler in den großen Pausen nicht befriedigend gelöst. Und wir müssen uns noch besser mit unserem Unterricht auf die 90-Minuten-Block-Stunden einrichten und unsere Methodik dem veränderten Rhythmus anpassen.
Diese Baustellen also verlangen nach Aufmerksamkeit und Arbeit. Über das Tagesgeschäft hinaus… ! Genau darin liegt die Herausforderung. In der Bewältigung des Hier und Jetzt nicht unterzugehen, sondern Kraft, Ressourcen, Kommunikation so zu organisieren, dass an den wichtigsten Baustellen zügig das Richtige entsteht.
Heinz Bonorden